Die neue Seesperre Plansee
![]() Das Wasserkraftwerk Seesperre mit Fassadengestaltung von heimischen Künstlern der Schnitzschule Elbigenalp |
Das größte ausgeführte energiewirtschaftliche Projekt seit 1994 war die Errichtung einer neuen Seesperre am Plansee, die 2001 fertig gestellt wurde. Die Differenzen der Wasserspiegelhöhen des Plansees und des darunter liegenden Unterwasserlaufs und die somit ungenützte Fallhöhe waren schon für Generaldirektor Dipl.-Ing. Elkner ein Thema. Bereits bei der Projektierung für den 1986 erfolgten Neubau des Kraftabstiegs gab es Überlegungen und Kalkulationen, dieses Höhengefälle gleich mit einzubeziehen. Aus sicherheitstechnischen Überlegungen fasste man 1996 die Errichtung eines zweiten Grundablasses in der Seesperre ins Auge, was aber zu keiner zusätzlichen Stromerzeugung geführt hätte. Nach weiteren reiflichen Abwägungen wurde sodann eine neue Kraftwerk-Seesperre mit neuem Grundablass errichtet. Damit konnten mehrere Ziele auf einen Nenner gebracht werden: eine zusätzliche Stromgewinnung durch Nutzung des Gefällepotentials von knapp sechs Metern, eine sichere Wasserabfuhr bei Hochwasser aus dem Plansee mittels zweier unabhängiger Schütze mit jeweils einem eigenen Hydraulikbetrieb sowie eine gesicherte Wasserabfuhr zur Energieerzeugung durch den Zweitweg Kraftwerk Seesperre. |
Die eingebaute Turbine hat ein Schluckvermögen von 19,5 Kubikmetern pro Sekunde, die Nettofallhöhe beträgt bei Vollstau des Plansees 5,6 Meter und die Ausbauleistung 1000 Kilowatt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 28 Millionen Schilling.


