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Elektrizitätswerke Reutte

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Ausbau der „Zentrale“ der E-Werke Reutte

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Die neue Netz- und Kraftwerkswarte seit 1982

Bereits mit der Inbetriebnahme des Kraftwerks Plansee, 1903, und der Er­richtung der ersten Versor­gungs­leitungen von dieser Stelle aus, wurde der Begriff „Zentrale“ geprägt. Im Sinne des Wortes entwickelte sich dieser Standort im Lauf der Jahrzehnte zum zen­tralen Punkt der Stromversor­gung.

Hier steht nicht nur das leistungsstärkste Kraftwerk, sondern im Areal befinden sich auch die Haupt­umspann- und Verteilanlagen. Leitungen treffen vom Fernpass kommend ein und führen weiter ins Allgäu und ins Lechtal. Alle 25.000-Volt-Leitungen zu den verschiedenen Versorgungsabschnitten gehen von der Zentrale aus. Die 10.000-VoltAnlage versorgt den Talkessel Reutte und vor allem das Industrie­unternehmen Metallwerk Plansee, das etwa ein Drittel des Gesamtstrombedarfs benötigt.

1982 nahm die zentrale Kraftwerks- und Netzwarte der „dritten Generation“ ihren Betrieb auf. Von der einfachen Marmortafel mit Messinginstrumenten, dem vollen Maschinenlärm ausgesetzt, und abgelöst von einer Blechtafelkonstruktion in einem eigenen, sehr beengten Raum, ist die neue Warte in einem großzügigen Anbau an das alte Kraftwerk zukunftsorientiert untergebracht. Die Warte ist rund um die Uhr von Fachpersonal im Schichtbetrieb besetzt.

Ihre wesentlichen Aufgaben und Funktionen sind der Einsatz, die Steuerung und die Überwachung aller Kraftwerke einschließlich deren Einlauf- ­und Wehranlagen. Hochempfindliche Fernsehkameras lie­fern Livebilder von allen wichtigen Stau­räumen, Sperren und Wehranlagen so­wie Wasserfassungen. Von hier aus erfolgt der Einsatz und die Überwachung des Fremd- und Notstrombezuges. Eine weitere wesentliche Aufgabe dieser Warte ist auch die gesamte Überwachung des Verteilnetzes und der Störungsanalyse.

Von der Netzwarte aus wird auch die zentrale Netz-Rundsteueranlage bedient. Über rund 10.000 Rundsteuerempfänger ermöglichen eine Beeinflussung der Lastspitzen. Funkrelaisstationen auf dem Hahnen­kamm bei Reutte und am Heisemahd bei Elmen im Lechtal er­möglichen trotz der teil­weisen geländebedingten ungünstigen Verhältnisse einen beinahe flächendeckenden Funkbetrieb über das ganze Versorgungsgebiet. Funkstationen sind in allen Betriebsstellen installiert, Handfunkgeräte ergänzen das umfassende Funknetz. Die Hauptanlage befindet sich in der Zentrale.

Das ebenfalls von der Netzwarte betreute Betriebsfernsprechnetz erfasst alle Dienststellen, alle Kraftwerke mit den externen Anlageteilen, alle Um­spannanlagen und alle wichtigen Schalt und Ortsnetzstationen sowie die TIWAG als wichtig­stem Verbundpartner. Außerhalb der normalen Dienstzeiten übernimmt diese Warte die Funktionen der Telefonvermittlung auch für die öffent­lichen Anschlüsse.


Das Areal der „Zentrale“ aus der Vogelperspektive