Neue technische Erfordernisse
![]() Das neue Umspannwerk Pfronten mit Betriebshof seit 1994 ![]() Das 110.000-Volt-Umspannwerk Füssen |
Das gesamte Versorgungsnetz wurde noch bis in die fünfziger Jahre hinein flächendeckend mit 8000 Volt betrieben. Die rasante wirtschaftliche Entwicklung stellte an die Stromversorgung große Ansprüche. Unter anderem musste das Verteilnetz großzügig aus- und umgebaut werden. Zur Schaffung größerer Übertragungskapazitäten ging das EWR zur schrittweisen Einführung der Spannungsebene 25.000 Volt über. Die Entwicklung des steigenden Fremdstrombedarfs führte schon 1956 zum Bau der 110.000-Volt-Verbundleitung von der TIWAG über den Fernpass bis in das Versorgungsgebiet des EWR, zunächst bis Biberwier. Von dort transportierten zwei 25.000-Volt-Leitungen die Energie weiter nach Reutte zur Hauptverteilung. 1966 wurde die 110.000-Volt-Leitung von Biberwier bis Reutte verlängert und in Reutte ein Umspannwerk errichtet. Von 1959 bis 1963 entstanden neue 25.000-Volt-Leitungen nach Füssen und Pfronten und das Lechtal sowie eine zweite 25.000-Volt-Leitung von Reutte nach Biberwier. Das Zwischentoren wurde auf 25.000 Volt umgestellt, ab 1963 erfolgte diese Maßnahme im Lechtal. 1977 wurde die 110.000-Volt-Leitung von Reutte zur Umspannanlage „Füssen“ am Weißensee errichtet. Von 1982 bis 1985 wurde eine 110.000-Volt-Leitung von Reutte in das Lechtal bis Stanzach errichtet, die jedoch derzeit mit 25.000 Volt betrieben wird. 1979 wurde die Betriebsspannung von 8000 auf 10.000 Volt in Pfronten erhöht. Schließlich wurde 1988 auch im Großteil des bayerischen Gebietes der lange vorbereitete Umstellungsschritt von der Betriebsspannung 10.000 auf 20.000 Volt vollzogen. Neue, größere Umspannanlagen wurden 1956 in Biberwier, 1959 und 1977 in Füssen, 1960 in Pfronten, 1965 in Seeg, 1966 mit mehreren Erweiterungen in Reutte und 1982 in Ehenbichl errichtet. Der neue Stromlieferungsvertrag mit Füssen von 1954 sah die schrittweise Verkabelung der Füssener Altstadt vor, mit der 1963 begonnen wurde. |



