Fremde Kraftwerkspläne am Plansee
![]() Vertiefung der Schifffahrtsrinne vom Heiterwanger See zum Plansee mit einem Eimer-Kettenbagger, fertig gestellt 1954 |
Im Jahre 1951 fanden Gespräche mit den „Bayerischen Wasserkraftwerken AG (BAWAG)“ statt, welche den größeren Ausbau des Plansees insbesondere als großen Winterspeicher zum Ziele hatten. Die BAWAG besaß (und besitzt) am bayerischen Lech eine große Anzahl von Kraftwerken, und sie hatte den bestehenden kleinen Forggensee als Stausee künstlich erweitert, aus dem im Winter 135 Millionen Kubikmeter Wasser entnommen werden konnten (und können). Bei einem größeren Abstau des Plansees hätte der Planseespeicher von 20 auf über 60 Millionen Kubikmeter erweitert werden können. Die BAWAG zeigte großes Interesse an der Verschiebung des Sommerwassers in den Winter. Im Jahr 1953 fand in Reutte eine Besprechung zwischen der Landesregierung, der BAWAG und dem EWR mit dem Ziele statt, dieser Vergrößerung und damit einer Vergrößerung des Kraftwerks Plansee näher zu kommen. Als Zeitpunkt für eine ernstliche Inangriffnahme wurde das Jahr 1963 vereinbart, wozu es allerdings nie kam. Wohl aber hat sich die BAWAG finanziell am „Planseeschlitz“ beteiligt, da sie dadurch etwas mehr Winterwasser bekam. |


