Technik und Verwaltung
Am 29. April 1945 zogen die amerikanischen Truppen in Reutte ein, die am 5. Juli 1945 von den Franzosen als Besatzungsmacht abgelöst wurden. Aber es sollte noch bis zum 25. Oktober 1955 dauern, ehe die Besatzungsmächte wieder abzogen. Der kaufmännische Direktor des EWR, Franz Hosp, war 1945 zunächst von den Amerikanern als Bürgermeister eingesetzt worden und wurde nach den ersten freien Wahlen erster Nachkriegsbürgermeister bis 1949. Ihm folgte Bürgermeister Dr. Josef Wagner von 1949 bis 1957. Dipl.-Ing. Josef Elkner sen. blieb weiterhin technischer Direktor.
![]() Das Kraftwerk Hüttenmühle nach 1947 |
Das Chaos des Kriegsendes hatte auch Einfluss auf die Stromversorgung. Im Bereich des EWR war die Stromversorgung nach Bayern zum Kriegsende aber nur für zwei Stunden unterbrochen. Hier machte sich der Vorteil der Wasserkraft bemerkbar: Das EWR konnte nicht nur das Außerferner, sondern auch das bayerische Gebiet dank seiner eigenen Erzeugung sowie des Fremdstrombezugs von der TIWAG voll versorgen, während es in Deutschland auf einige Zeit bei kalorischen Kraftwerken infolge der Beschaffungsschwierigkeiten von Kohle und anderen Brennmaterialien immer wieder zu Einschränkungen kam. 1953 wurde die technische und die kaufmännische Verwaltung im Bereich der Betriebsstelle Füssen getrennt. Musste früher mit jeder Gemeinde ein auf Ausschließlichkeit beruhender Konzessionsvertrag abge-schlossen werden, so brachten im österreichischen Versorgungsgebiet die neuen energiewirtschaftlichen Gesetze eine Fixierung der Absatzgebiete. Die seit 1946 drohende Verstaatlichung wurde in Tirol nicht angewendet. Mit der TIWAG wurde das Versorgungsgebiet abgegrenzt. |


