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Elektrizitätswerke Reutte

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Ausbau und Abbau

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1938 erforderte der steigende Strombedarf die Errichtung einer dritten 8000-Volt-Leitung in das bayerische Versorgungsgebiet. 1939 wurde eine 8000-Volt-Leitung nach Berwang gebaut und die Versorgung von Berwang und Gröben aufgenommen. Mit dem Kauf des Kraftwerks Biberwier, 1940, erfolgten die Stromlieferungen an die Gemeinden Lermoos und Biberwier. 1940 wurde die 8000-Volt-Leitung bis Forchach verlängert.

Während des Zweiten Weltkriegs mussten die Kupferseile der Hoch- und Niederspannungsleitungen durch Eisenseile ersetzt werden, da das Kupfer für die Rüstung benötigt wurde. Der Strombedarf stieg während des Krieges ständig.


1939 drohte das Hotel Forelle in den See abzurutschen.

Im Winter von 1938 auf 1939 wurde der Plansee so stark abgesenkt, dass im Frühjahr 1939 das Hotel Forelle in den See abzurutschen drohte. Durch die Absenkung fehlte der Gegendruck des auf schlechtem Grund stehenden Hotels. Im Hotel war schon ein senkrechter Riss, durch den man eine Hand stecken konnte. Auch das Bootshaus neigte sich bereits zum See. Soldaten der deutschen Wehrmacht kamen zu Hilfe. Die Pioniere brachten zwei Pontons und montierten darauf ein Piloten-Schlaggerät und sicherten das Hotel.

Der rüstungsbedingte Anstieg des Strombedarfes während des Zweiten Weltkriegs führ­te 1943/44 schließlich anstelle der ursprünglich geplanten 50.000-Volt-Leitung zum Bau einer Verbundleitung mit 25.000 Volt vom Tiroler LandesElektrizitäts-Versor­gungs­­unternehmen TIWAG nach Reutte. Die vor allem wegen der Versorgung der Rüstungsbetriebe als „kriegswichtig“ eingestufte Verbindung ging 1944 in Betrieb.