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Elektrizitätswerke Reutte

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Die Selbstständigkeit wurde bewahrt

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Bau der 25.000-Volt-Leitung über den Fernpass nach Reutte als Verbindungsleitung
zur TIWAG, Aufnahme im Lermooser Moos 1943/44


Bereits unmittelbar nach dem 12. März 1938 fanden sich in den Programmen der neuen Machthaber immer wieder Hinweise auf Maßnahmen zum „großzügigen Ausbau der Stromgewinnung“. Die deutsche Industrie benötigte in großem Umfang Strom. Die in Tirol zu produzierende Energie war in erster Linie für den Export in das so genannte „Altreich“ bestimmt. Unmittelbar nach dem Anschluss übernahm eine einzige große Gesellschaft, die „Alpen-Elektrowerke AG (AEW)“, die Kontrolle über nahezu die gesamte Energieproduktion in den neu angegliederten Gebieten. Die Alpen-Elektrowerke erlangten bald fast das gänzliche Eigentum an den Tiroler Wasserkraftwerken AG (TIWAG).

In dieser Zeit gelang es durch besonderen Einsatz der Bürgermeister, Emanuel Turri und Lothar Kelz, trotz allem die Selbstständigkeit des EWR zu erhalten. 1941 erwirtschaftete das EWR trotz hoher Investitionen einen Jahresgewinn von 311.512,31 Reichsmark und konnte den weiteren eigenständigen Ausbau des Werkes planen, wobei allerdings die meisten Pläne infolge des Krieges unausgeführt bleiben mussten.