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Der nationalsozialistische Terroranschlag von 1934

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Reutte hatte schon seit geraumer Zeit unter nationalsozialistischen Aktivitäten – hauptsächlich Werfen von Papierböllern – zu leiden. Bereits Ende Mai 1934 warnte der Sicherheitsdirektor von Tirol, Dr. Anton Mörl, früherer Bezirkshauptmann von Reutte, alle Sicherheitsdienststellen vor bevorstehenden größeren Aktionen der illegalen Nationalsozialisten. Diese illegalen Nazis bereiteten österreichweit eine zweite Terrorwelle und den Putsch vom 25. Juli 1934, der mit der Ermordung des Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß enden sollte, vor.  
Das EWR wurde Opfer dieser Terrorwelle. Am 20. Juli 1934, gegen 1.30 Uhr in der Nacht, wurde die Hochdruckleitung des EWR gesprengt.

Der Schaden wurde noch vergrößert, weil die eingebaute automatische Sperre, die den Wasserlauf stoppen sollte, nicht funktionierte. Dadurch ergossen sich gewaltige Wassermassen von der gesprengten Leitung ins Tal und verwüsteten es, bis man händisch mit der Stollen-Einlaufsperre bei der Einlaufanlage den Wasserfluss stoppen konnte. Der Schaden für das EWR belief sich auf 70.000 (damalige!) Schilling, von welchem die Maschinenbruchversicherung gutwillig einen Betrag von 23.000 Schilling bezahlte.

Die Urheber konnten nie ausgeforscht werden. Man vermutete Mitglieder der Österreichischen Legion. Am 2. Juli besichtigte Sicherheitsdirektor Dr. Mörl die Sprengungsstelle. Das Kraftwerk fiel für Monate aus. In dieser Zeit erfolgte der Strombe­zug über die 50.000Volt­Leitung vom All­gäuer Überlandwerk Kempten. Durch diese Verbindung mit dem Allgäuer Überlandwerk und den sofortigen Einsatz der dort in Bereitschaft stehenden Dieselaggregate merkten die Abnehmer des EWR nichts von dieser Störung.


Der nationalsozialistische Terroranschlag vom 20. Juli 1934
zerstörte die Hochdruckleitung.